Viel wurde spekuliert über das neue New Order-Album, das am 28. März diesen Jahres erscheinen wird (wir berichteten bereits neulich). NME hatte ja zum Beispiel gemutmaßt, der Release bedeute möglicherweise eine stilistische Rückkehr zur Bandphase der 1980er Jahre. Die gestrige Warner-Listening-Session, bei der auch wir auf einen Kaffee vorbeischauten, zeigte allerdings: Das war mal wieder eine Ente. 'Waiting For The Sirens' Call' knüpft unserer Ansicht nach nämlich stilistisch ziemlich nahtlos an den Vorgänger 'Get Ready' an. Was ja auch weiß Gott kein schlechtes Zeichen ist. Lediglich drei Stücke (wenn ich richtig mitgezählt habe) besitzen elektronischere, clubbigere Einflüsse. Die restlichen klingen nach dem bekannten Mix aus getragenen Pop-Melodien und Gitarren-Rock der letzten Jahre. Beim meiner Meinung nach schönsten Stück des Albums, 'Guilt Is A Useless Emotion' erinnert Sumners überraschend melodiereiche Stimmführung bisweilen sogar ein bisschen an Morrissey. Die beiden Kollegen fanden übrigens das Stück mit dem Titel 'Dracula's Castle' (gruselgrusel) ganz toll. Langweile ich euch? Ja, wahrscheinlich. Denn im Prinzip hilft nur selbst hören und einmal reicht ohnehin nie, um wirklich zu wissen, wo, wie und wofür ein Album steht. Aber bald haben wir alle die Chance auf mehr. Nochmal: 'Waiting For The Sirens' Call' erscheint am 27. März, die Single 'Krafty' bereits am 03. März. Hier die komplette von Hand abgeschriebene Trackliste:
'Who's Joe?' 'Hey now what you doing' 'Waiting For The Siren's Call' 'Krafty' 'I Told You So' 'Morning Night And Day' 'Dracula's Castle' 'Jetstream' 'Guilt Is A Useless Emotion' 'Turn' 'Working Overtime'