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Platte der Woche bei Gästeliste.de

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check this: http://www.gaesteliste.de/review/show.html?id=4247c6fa1656034&_nr=5456

Familien-Besuch kündigt sich an. Auch wenn man sich in bester Rebellen-Laune Jahr für Jahr abmüht, der lässige Außenseiter zu sein, der einfach zu cool ist, sich bei sämtlichen Familien-Zusammenkünften sehen zu lassen, irgendwann trifft es einen: Man freut sich einfach, z.B. eine lang nicht mehr gesehene Tante, die einfach alle gerne um sich haben, treffen zu dürfen. (Allerdings ohne den Mundgeruch, ohne den Anblick des Damenbarts und ohne die furchtbar schmeckenden Kekse.) In gewisser Weise kann man diese Situation mit New Order vergleichen. Man hat diese Band und ihre Musik einfach gern, man freut sich auf jedes Wiederhören. Anlass zum aktuellen Familien-Treffen ist "Waiting For The Sirens' Call".

Es hatte wieder einmal viele hektisch formulierte Vorabmeldungen zum neuen New Order-Album gegeben, die einen sprachen von einem Dance-Album, die anderen von einem Rock-Album. Was haben New Order letztendlich gemacht? Beides. Die Songs haben alles, was man über die vielen Jahre hinweg liebgewonnen hat - der schier endlose Fundus an tollen Melodien, die Harmonien, Bernard Sumners Gesang, Peter Hooks legendäre Bassläufe, Stephen Morris setzt sich entweder an das Drum-Kit oder programmiert den Drum-Computer. Gillian Gilbert hatte die Band vor einiger Zeit verlassen, neu hinzugekommen ist der bereits auf der letzten Tour als Keyboarder und Gitarrist eingesetzte Phil Cunningham (Ex-Gitarrist bei Marion, war auch schon mit Sumner bei Electronic tätig), der auch direkt mit in das Songwriting einbezogen wurde. Um die perfekte Balance zwischen den Dance- und Rock-Songs zu wahren, haben New Order die Dienste einiger hervorragender Produzenten gesichert: Stephen Street, John Leckie und Stuart Price. Gitarren-Pop mit "Hey Now What You're Doing" oder "Waiting For The Sirens' Call", purer Electro-Pop mit "Guilt Is A Useless Emotion", Rock-Nummer mit "Working Overtime", ein vage angedeuteter Ausflug in Richtung Dancehall mit "I Told You So". Alles da, und noch viel mehr dank der New Order'schen Subtilität zu entdecken.

-David Bluhm-  :thumb:

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Hier: http://www.music-scan.de/

Nach dem fulminanten Comeback mit “Get Ready” im Jahre 2001 melden sich New Order jetzt mit einem neuen Album zurück, das zwar nicht ganz an die Brillanz des Vorgängers anknüpfen kann, aber doch wieder mal fast jeden auf sich vereinigen wird. Dies scheint sowieso kaum einer Band einfacher zu fallen als New Order, die auf eine der langlebigsten und erfolgreichsten Karrieren in diesem furchtbar schnelllebigen Musikbusiness zurückblicken können. Doch „Waiting For The Sirens Call“ gibt keine Anzeichen, dass damit bald Schluss wäre, denn die Band zeigt sich so frisch und vielseitig wie lange nicht mehr. Die manchmal sehr eigene bis eigenartige und doch stets faszinierende Mischung aus geradeaus marschierenden Tanznummern, klassischen Popsongs und leicht angeknarzten Post-Garagentracks manifestiert sich auf ein Neues und scheut auch nicht die große Geste. Doch New Order dürfen das, können das wegstecken, haben sich das verdient, erarbeitet über die Jahre. Auch dass die Platte gegen Ende etwas nachlässt, mal abgesehen von dem grandiosen „Working Overtime“ verzeiht man den Herren ohne weiteres, denn zuvor konnte man sich an so tollen Popsongs wie „Hey Now What You Doing“ oder dem nicht minder gelungen Titeltrack, sowie der ersten Single „Krafty“ erfreuen, die mit zum Schönsten gehören, was New Order in den letzten Jahren auf Platte gebannt haben. Da bleibt einem nur noch die Hoffnung, in dem Alter auch noch so glaubwürdig und stilvoll unterwegs zu sein und es spricht auch überhaupt nichts dagegen, dass das noch mal 20 Jahre so weitergeht. Genügend musikalische Integrität und Geschmack hat die Band nämlich hinlänglich bewiesen.

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