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Der WFTSC-Review-Sammel-Thread!

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This is an archived legacy thread. Replies are closed, but the discussion is preserved.

Damit nicht nervigerweise (wie ich finde) für jede neue Kritik ein extra Thread eröffnet werden "muss", starte ich hiermit mal einen Sammelthread! Also alle neuen Fundstücke bitte hierein:

Mein neuester: http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/n/new_order/waiting_for_the_sirens_call/index.htm

Es ist in 25 Jahren viel geschrieben worden über New Order, und hält man nun, zum Erscheinen des neunten Studioalbums, einmal kurz inne, erscheint es einem fast, als wäre das meiste davon erst seit 2001 verfasst worden. Damals erschien "Get Ready", das erste New Order-Lebenszeichen nach acht Jahren Pause, und fortan war ständig von Pop-Titanen die Rede, von ewig jungen Alten, die den wirklich Jungen mal so richtig gezeigt hätten, wozu man im Alter noch fähig sein kann, oder besser: zu welchen Taten einen das Alter erst ermächtigt. Ja, wahrscheinlich würde man sich sogar nur wissend zurücklehnen, wenn inzwischen eine empirische Studie vorläge, die die Zahl der tendenziell negativen Rezensionen zum Album "Get Ready" in 2001 veröffentlichten, europäischen Tages- und Wochenzeitungen auf verschwindende fünf Prozent bezifferte.

Die Formel für diesen unerklärlichen Erfolg kannten auch die vier Musiker nicht, wovon die mediokren Studioalben "Republic" (1993) und "Technique" (1989) durchaus glaubhaft Zeugnis ablegen. So ließ sich natürlich gut reunieren und komponieren, eine Erwartungshaltung existierte ja nicht. Wie sollte sie auch nach so langer Zeit, noch dazu bei einer Band, die für viele nur einen einzigen Hit hatte, für andere dagegen den einzigen Hit überhaupt, "Blue Monday", großer Gott! Wie ein Schatten legte sich jene Pionierleistung nach Erscheinen 1983 nicht nur über die Dancefloors, sondern bald auch über die Band selbst, die dennoch tapfer weiter strampelte, wie sie es schon einmal tun musste, 1980, nach dem Tod von Joy Division-Sänger Ian Curtis unter dem neuen Namen New Order.

"You've gotta lift that heavy load, you've gotta get back in control" heißt es nun forsch an einer Stelle des neuen Albums, und vielleicht spielen Sänger Bernard Sumners Worte ja tatsächlich mit dem neuen Erwartungsdruck an seine Band. Sollte es den überhaupt gegeben haben. Denn "Waiting For The Sirens' Call" ist eine völlig unaufgeregte, mitunter hochklassige Fortsetzung des beliebten Vorgängers. Davon kündet schon das erneut ruhige, elektronische Intro des Openers "Who's Joe", der auch anschließend so stark nach "Crystal" klingt, dass manche gar keinen Unterschied bemerken werden. Wenn im zweiten Song dann die Gitarren stärker durchschlagen, wie seinerzeit auch im folgenden "60 Miles An Hour", zeigt das einiges von der Chuzpe und dem Vergnügen, mit dem der groovende Frührentner-Club mittlerweile sein Erbe verwaltet.

Aus der Spur fallen New Order eigentlich nur einmal, und dieser Faux Pas ist letztlich das Überraschendste am neuen Album. Der recht flache, mit Trance-Sounds ausgestattete Techno Pop von "Guilt Is A Useless Emotion" will so gar nicht zum Rest der Platte passen und wäre 2001 keine B-Seite gewesen. Dass auch Basser Peter Hook diesen Song am liebsten überall, nur nicht auf dem Album gesehen hätte, ist daher durchaus verständlich. Und es wirkt schon ein wenig ironisch, wenn den Jungs gerade ein experimentierfreudiger Song misslingt, und der von allen Außenstehenden ersehnte, melancholische New Order-Gitarrenpop in Songs wie "Who's Joe" oder "Waiting For The Sirens' Call" begeistert. Oder in "Morning Night And Day". Oder in "Turn".

Dennoch spricht es für New Order, dass sie dieses Mal vier Produzenten engagierten, um sich noch einmal selbst zu fordern. Selbst wenn dies, wie auch der Wechsel im Line Up (Gitarrist Cunningham für Keyboarderin Gilbert), zum Glück kaum vernehmbar ist. Noch immer begrüßen einen die Songs, wie es die einzelnen Bandmitglieder wohl im Proberaum tun, mit einem jovialen "Hey Now What You Doing". Da wirkt kein Dancehall-Beat aufgesetzt oder reißerisch ("I Told You So"), kein Xylophon überzogen ("Krafty") und keine Frauenstimme fehl am Platz ("Jetstream"). Überhaupt "Jetstream", der Song mit der New Yorker Scissor Sisters-Sängerin Ana Matronic am Mikro; hier klingen New Order tatsächlich noch einmal neu und dabei so affirmativ catchy wie seit "True Faith" nicht mehr. Die schroffe Punk-Verabschiedung "Working Overtime" lässt dagegen eher Wehmut nach dem genialen "Rock The Shack" aufkommen.

Warum das neue New Order-Album trotz kleiner Schönheitsfehler sicher ein weiteres Mal als herausragendes, der Jugend ein Beispiel gebendes Alterswerk angepriesen wird (obwohl es der Jugend mit Interpol, Franz Ferdinand, Bloc Party oder Maximo Park doch gar nicht schlecht geht), muss andere Gründe haben. Wahrscheinlich ist es die natürliche Zuneigung zu vier grundsympathischen Musikern, die mit Joy Division und New Order bereits zwei Legenden auf ihren Schultern verteilen, die mit "Blue Monday" das Pflicht-Accessoire eines jeden DJ-Koffers geschaffen haben, und die sich nun in Manchester die Hände reiben, wie all diese jungen DJs bei ihnen Schlange stehen, um die neuen New Order-Songs remixen zu dürfen. Songs, deren Melodien mittlerweile mit einem Schuss innerer Ruhe und Ausgeglichenheit versehen sind, wie sie nur von Menschen kommen können, die mit sich und der Welt im Reinen sind. Oh, mögen sie nie mehr zanken.

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Kopfgeburt wrote: Damit nicht nervigerweise (wie ich finde) für jede neue Kritik ein extra Thread eröffnet werden "muss", starte ich hiermit mal einen Sammelthread!

Ich finde es besser, daß man für jede Kritik einen Thread eröffnet. Das ist dann nicht so umständlich, wenn man zu einer bestimmten Kritik einen Kommentar abgeben möchte, zumal daß bei diesem Forum schon kompliziert genug ist. Grundsätzlich müßte es ein Subforum geben, wo man alle diesbezüglichen Threads zusammenfasst. Aber das ist bestimmt mit dieser Software nicht möglich. Meines Erachtens wäre es aber sinnvoll, wenn man alle Links zu Kritiken in einem ersten Beitrag eines Threads zusammenfassen würde.

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Norbert wrote:

Kopfgeburt wrote: Damit nicht nervigerweise (wie ich finde) für jede neue Kritik ein extra Thread eröffnet werden "muss", starte ich hiermit mal einen Sammelthread!

Ich finde es besser, daß man für jede Kritik einen Thread eröffnet. Das ist dann nicht so umständlich, wenn man zu einer bestimmten Kritik einen Kommentar abgeben möchte, zumal daß bei diesem Forum schon kompliziert genug ist. Grundsätzlich müßte es ein Subforum geben, wo man alle diesbezüglichen Threads zusammenfasst. Aber das ist bestimmt mit dieser Software nicht möglich. Meines Erachtens wäre es aber sinnvoll, wenn man alle Links zu Kritiken in einem ersten Beitrag eines Threads zusammenfassen würde.

Ja, prima! Dann haben wir bald 875-Threads mit jeweils einem oder zwei Kommentaren wie "die haben eh keine Ahnung" und blablabla am Start. Übersicht auf Wiedersehen! Komisch nur, daß das mit dem Sammeln im internationalen Forum auch funktioniert... aber von mir aus! Worschtsupp wie wir Hessen sagen...

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Kopfgeburt wrote:

Ja, prima! Dann haben wir bald 875-Threads mit jeweils einem oder zwei Kommentaren wie "die haben eh keine Ahnung" und blablabla am Start. Übersicht auf Wiedersehen! Komisch nur, daß das mit dem Sammeln im internationalen Forum auch funktioniert... aber von mir aus! Worschtsupp wie wir Hessen sagen...

Wie gesagt hat beides Vor- und Nachteile. Ich würde es aber erst einmal getrennt lassen. In 2 Wochen gibt es eh keine Kritiken mehr und dann kann man alles bestimmt in einem Thread, den man z.B. "Zusammenfassung aller Kritiken" oder so nennt zusammenfassen. Das hat dann zumindest den Vorteil, daß man die Beiträge auch in der gleichen zeitlichen Reihenfolge hat und daß die Überschriften zu den Beiträgen passen.

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jtr wrote: Ich finde, man sollte alles gesammelt haben. Und mache gleich mal Gebrauch von diesem Thread:

http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/n/new\_order/waiting\_for\_the\_sirens\_call/index.htm

Review bei laut.de (4/5)

Links kann man auch nach folgendem Schema  eingeben, so daß diese nur angelickt werden müssen.

[ url=LINK]LINKBEZEICHNUNG ohne Leerzeichen, hier sieht das dann so aus: Review bei laut.de

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Ist mir bekannt, nur geht das leider nicht so wie's soll. Also zumindest bei mir kommt dann nur Coderamsch raus.

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jtr wrote: Ist mir bekannt, nur geht das leider nicht so wie's soll. Also zumindest bei mir kommt dann nur Coderamsch raus.

Das mußt Du händisch eingeben, nicht mit der Funktion des Forums beim Beitrag erstellen. Dann sollte das klappen.

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OH! Peinlich... das kommt davon wenn man nicht genau liest sondern einfach postet. Also ich hab deinen Beitrag nur ohne das Review gelesen, denn Kritiken interessieren mich eh nicht besonders... so kommt das dann. sorry.

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Meine Meinung: Besser alles in einem Thread, sonst wird es unübersichtlich. Wird dann nicht so verteilt über das Board.

Im englischen Forum ist es m. E. zur Zeit auch recht unübersichtlich. Für jeden "Heckmeck" gibts nen neuen Thread.

Zum Laut-Artikel: Echt nett geschrieben. Bislang einer der besten Beiträge zum Album. Wobei mir bei Laut.de einfällt, dass die im Januar doch mal vollmundig im Preview Artikel vom 27.01.2005 nen Interview angekündigt hatten...

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Trigan wrote: Meine Meinung: Besser alles in einem Thread, sonst wird es unübersichtlich. Wird dann nicht so verteilt über das Board.

Im englischen Forum ist es m. E. zur Zeit auch recht unübersichtlich. Für jeden "Heckmeck" gibts nen neuen Thread.

Zum Laut-Artikel: Echt nett geschrieben. Bislang einer der besten Beiträge zum Album. Wobei mir bei Laut.de einfällt, dass die im Januar doch mal vollmundig im Preview Artikel vom 27.01.2005 nen Interview angekündigt hatten...

sehe das genauso - es nervt langsam. die reviews lese ich sowieso nicht mehr. einzig und allein, ist die meinung des hörers gefragt. und dann muss ich nicht zum x-ten mal lesen dass NO die nachfolge band von JD sind. das phil jetzt vollwertiges mitglied bei der band ist und dass ohne NO die musiklandschaft ja gaaaaanz anders ausehen würde.

denke da an den spex artikel, von wegen rockistische sätze (????) und so...

das NO helden sind wissen wir doch längst...

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Finde auch dass ein Thread reicht.

Auch die vielen Threads zu den aktuellen VÖs nerven mich enorm. Weiß gar nicht, wo ich was reinschreiben soll.

Zum Thema : Spiegel Review

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,348683,00.html

Dieses Forum ist GANZ GROSSER Mist, den ollen Code habe ich per Hand reinschreiben müssen, weil Copy&Paste nicht funktioniert.

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Svenner wrote: Finde auch dass ein Thread reicht.

Auch die vielen Threads zu den aktuellen VÖs nerven mich enorm. Weiß gar nicht, wo ich was reinschreiben soll.

Zum Thema : Spiegel Review

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,348683,00.html

Dieses Forum ist GANZ GROSSER Mist, den ollen Code habe ich per Hand reinschreiben müssen, weil Copy&Paste nicht funktioniert.

willkommen im klub, svenner

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Kritik:: Rheinische Post, Düsseldorf

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http://www.bizarre-radio.de/

Nach ihrem Comeback in Jahre 2001 mit dem Album "Get Ready" und einer Stiländerung mehr in Richtung Rock, gibt nun eine neue Platte von NEW ORDER. Da man fragt sich wohin geht es diesmal? Wieder zurück zum alten Sound von NEW ORDER oder knüpft man da an wo man mit "Get Ready" aufgehört an.

Schon beim hören des Openers "Who´s Joe" stellt man fest, dass die Dominanz der Gitarren und Drums, wie man es von "Get Ready" gewohnt war, dem typischen Popsongsound zu liebe gewichen sind. Auf "Waiting For The Sirens' Call" haben NEW ORDER wieder zurück zum Indie-Dancefloor der älteren Platten gefunden. Das heißt jetzt aber nicht das NEW ORDER wieder so kling wie zu Zeiten von "Blue Monday".

Nach dem die Platte nach dem Opener "Who´s Joe", mit "Hey Now What You Doing" und "Waiting For The Sirens' Call" so vor sich her geplätschert ist, kommt man zu "Krafty" der ersten Singleauskopplung. Begrüßt wird man bei "Krafty" erstmal vom Drumcomputer und der ruhigen Stimme von Bernard Sumner. Diese werden dann ab und zu kurz von ruhigen Gitarren ablöst, bis diese dann wiederum dem Keyboard weichen müssen.

Bei "I Told You So" begibt man sich auf eine Reise zurück in die Neunziger. Rhytmus und Beat erinnern doch etwas an den, den man von Dr. Alban kennt (wobei dieser einem Vergleich mit NEW ORDER nicht würdig ist). Mit einsetzen des Gesangs und der Gitarre verschwindet dieser Eindruck aber, und "I Told You So" mausert sich zu einem reinrassigen NEW ORDER Popsong.

"Morning Night And Day" beginnt gleich noch elektronischer und beatiger als sein Vorgänger. Durch das gelegentliche Einsetzen von Gitarren, erinnert "Morning Night And Day" noch am stärksten an das Vorgängeralbum. Genauso vom Beat vorangetrieben geht es bei "Dracula's Castle" weiter, nur das hier die Dominanz von Keyboard und Elektronik noch größer ist.

Einen Ausflug in alte NEW ORDER Zeiten gibt es dann bei "Jetstream" und "Guilt Is A Useless Emotion", wobei sich der Stil den heutigen Popsongs angenähert hat.

Bei "Turn" gibt es dann mal wieder Gitarre pur, schnörkellos und klassisch schön. Und zum Abschluss bekommt man noch mal richtigen Brit-pop zu hören. Belebend und beschwingend lädt "Working Overtime" dazu ein, ein kleines Tänzchen zu wagen.

Mit "Waiting For The Sirens' Call" knüpfen NEW ORDER nicht an "Get Ready" an, was etwas enttäuschend ist. NEW ORDER kehren auf "Waiting For The Sirens' Call" wieder mehr zu ihrem alten Stil zurück, natürlich nicht ohne gewisse Einflüsse von "Get Ready" übernommen zu haben. Und so ist ihnen mit "Waiting For The Sirens' Call" eine wie aus einen Guss klingende Platte gelungen. Recht homogen ohne hitverdächtige Songs. Aber trotz dieses Mankos schön anzuhören.

10 Punkte

(von max. 15)

Lesercharts - Top 5

Die kompletten Top 30 findet ihr hier.

Open Hand - You And Me Leserwertung: 12.6 - Stimmenanzahl: 67

Movies of the future - Let´s call it a day Leserwertung: 12.4 - Stimmenanzahl: 333

Kettcar - Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen Leserwertung: 12.4 - Stimmenanzahl: 46

Homeslice - What is wrong with you Leserwertung: 12.3 - Stimmenanzahl: 270

Daft Punk - Human After All Leserwertung: 11.9 - Stimmenanzahl: 21

http://www.cdstarts.de/kritiken/New%20Order%20-%20Waiting%20For%20The%20Sirens%20Call.html

Kritik:  New Order wurden in den 80er Jahren als Entdecker und Wegbereiter der „House“-Musikrichtung gefeiert. Ursprünglich hieß die Band Joy Division und gründete sich schon 1980. Der damalige Sänger Ian Curtis beging Selbstmord und die Band löste sich auf, um Ende des Jahres unter dem neuen Namen New Order zu starten. Mit der meistverkauften Maxi-Single aller Zeiten, „Blue Monday“, schafften die Musiker aus dem englischen Manchester 1983 den endgültigen Durchbruch. In den 90er Jahren trennte sich die Band nach internen Querelen für fast acht Jahre. Mit dem famosen „Get Ready“ (2001) meldeten sich New Order jedoch eindrucksvoll zurück. Seit dem sind wiederum fast vier Jahre vergangen. Eine Zeit, in der Sänger und Gitarrist Bernard Sumner, Bassist Peter Hook, Drummer Stephen Morris sowie Gitarrist und Keyboarder Phil Cunningham elf neue Songs für das Album „Waiting For The Sirens Call“ eingespielt haben. John Leckie (Radiohead), Stuart Price (Zoot Woman), Stephen Street und Cenzo Townshend (Blur) haben das neue Werk produziert.

Die Vorabsingle „Krafty“ hatte im typischen New-Order-Stil, ein bisschen Elektro und viel Indie-Gitarre, die Hoffnung auf ein sehr gutes Album geweckt. Nach dem ersten Song „Who's Joe?“, der sogar Streicher beinhaltet, könnte man meinen, der Schwung hält die ganze CD an, nimmt der Song doch kräftige Anleihen an dem Superhit „Crystal“. Doch unterm Strich wird auf dem Longplayer „nur“ Gitarrenpop mit wenig Erinnerungsfaktor geboten. Die wenigen Experimente z.B. mit Scissor-Sisters-Sängerin Ana Matronic („Jetstream“), sind nur Retro-Pop, den andere schon besser komponiert haben. Das Ganze wirkt zusammengeschustert. Vielleicht waren die vier illustren Produzenten auch zuviel, denn im Gegensatz zum letzten Album ist der Synthie-Pop-Anteil zwar gestiegen, nur meist wird dieser am Anfang der Songs eingesetzt und dann regieren die Gitarren. Es fehlt an Spielfreude und Abgrenzung zu anderen Gitarrenbands. Das heißt nicht, dass New Order keine gute Popmusik machen, nur austauschbare Radiomusik kann doch nicht der Maßstab für diese talentierte Band sein. Das Prädikat „durchschnittlich“ ist eine harte Sache für alle Fans, die New Order schon 25 Jahre treu sind. Es verlangt niemand, dass die Briten bei jeder CD das Rad neu erfinden, nur ein wenig mehr Ideen wären wünschenswert gewesen.

Hat die Band ihren Zenit überschritten oder können New Order die Erwartungen nicht erfüllen, weil sie zu hochgesteckt sind? Sänger und Texter Bernard Sumner steht auch für die Unverwechselbarkeit von New Order. Nur hat seine Stimme wenig Varianten und in Kombination mit den immergleichen Gitarrenriffs könnte das auch der Grund für die wenige Abwechselung beim Hören des neunten Studiowerkes sein. Zwar bleiben einige wenige Lichtblicke, die schon oben beschrieben wurden. Doch Experimente wie z.B. „Guilt is a useless emotion“ als Trance-Pop-Versuch gelingen nicht und was nützt es, wenn New-Order-Songs als Hintergrundmusik missbraucht werden? Das haben sie eigentlich nicht verdient, aber der Erinnerungsfaktor dieses Albums ist leider als enttäuschend zu bezeichnen.

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http://www.alternativenation.de/reviews/index.asp?thema=New%20Order&titel=Waiting%20For%20The%20Sirens´%20Call

| Sirenen in der Wanne | | --- |

| New Order schweben über den Dingen. Nicht aus überheblicher Arroganz heraus, nicht aus dem Glauben, nach 25 gemeinsamen Jahren, die musikalische Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, sondern weil sie von bewundernden Fans und referenzierenden nahezu wöchentlich wechselnden Jung-Musikern dorthin erhoben worden sind. Mit dem 2001 erschienenen Get Ready wurde der Sockel weiter in die Breite gebaut; und würden New Order irgendwann doch einmal auf die Nase fallen, der Boden wäre noch weit weg.<br><br>Waiting For The Sirens´ Call entpuppt sich schließlich als ein Album, das nicht nur deutlich ruhiger ist sondern auch deutlich weniger konsequent in seiner Ohrwurmigkeit, als man erwartet hätte. Ging der Vorgänger Get Ready noch unmittelbar von den Ohren in die Beine, braucht Waiting For The Sirens´ Call seine Durchgänge. Aber auch dann bleiben überschäumende Euphorie und prickelnde Hyperventilation eher beim Brauseklopps in der Wanne. Das Betörende der Sirenen wirkt bei 40°C im angegilbten Emaillebehälter eben nicht so wie auf dem Gischt umspülten Felsvorsprung. <br><br>Wären New Order nicht New Order sondern sagen wir mal Depeche Mode, wäre gleich ein Drogenskandal am Dampfen. Blütenweißen Westen-Menschen hingegen kann man nichts vorwerfen; so wenig wie man blütenweiße Tischdecken bei Oma mit Schokoladentorte bekleckern kann. Da wirken auch hängende Badewannennixen noch bürgerlich glamourös. Da lässt sich jeder Melodie noch irgendwas abgewinnen. Da ist jeder Rezensent noch irgendwo dem Mythos verschrieben, den sie New Order selber auf den Leib geschrieben haben, denn Songs wie Crystal oder 60 M.P.H gibt es hier nicht. Dafür aber das schwebend leichte Who’s Joe, den stampfenden Discofox-Heuler Guilt Is A Useless Emotion und die Beat lastige süßliche Single Krafty.<br><br>Waiting For The Sirens´ Call ist kein Überalbum; ebenso wenig, wie es ein schlechtes Album ist. Es greift auf die elektronischen Klänge zurück, die New Order damals charakterisierten. Es trägt jene Poppigkeit an Melodien in sich, die durch ihren Simplizismus beeindruckten. Und es hat jenen einmaligen britisch angehauchten Rock, der anderen nicht einmal ohne sämtliche Versatzstücke gelingt. Der Spagat zwischen all dem gelingt mal wieder. Der Mythos um New Order wird nicht zerschlagen. Der Sockel steht. Aber er wird nicht mehr breiter. |

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in der 04 Ausgabe der intro ist auch noch mal Platten vor Gericht.8,28 punkte Reviewer u.a.Ada,trail of dead,Dresden dolls (????) www.intro.de:read:

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http://musique-deluxe.com/html/new_order_waiting_for_the_sire.html

Ein souveräner Nachfolger zum Comeback-Album „Get Ready“

Die Erwartungen an der neuen New Order-Veröffentlichung sind ziemlich hoch, denn mit ihrem Comeback-Album "Get Ready" von 2001 befreite sich die Band vom alten Ballast und veröffentlicht ein großartiges Album. Zudem plauderten Bernard Sumner & Co. noch vor Veröffentlichung von "Waiting For The Sirens Call" aus, dass sie auf der neuen Platte wieder elektronischer klingen würden. Was natürlich viele Fans freuen würde, aber nichts über die Qualität der Songs aussagt. Doch bereits der Album-Opener "Who’s Joe" lässt positiv aufhorchen. Ein schöner (wenn auch gitarrenlastiger) Indie-Pop Song, so wie man es von New Order kennt. Zum Refrain peitscht Peter Hook hochgetuneter Lead-Bass und die Melodie bleibt auch ziemlich schnell hängen. Auch der nachfolgende Song "Hey Now What You Doing" bewegt sich auf diesem Niveau. Beim Titel-Song "Waiting For The Sirens Call" werden Erinnerungen an dem zweiten New Order Album "Power Corruption & Lies" wach. Ein wirklich großartiger Song! Mit "Krafty", der ersten Single-Auskopplung wird dann auch endlich das Versprechen der "elektronischen Einflüsse" eingelöst. Etwas unbeholfen hingegen klingt die Eurodance-Nummer "Guilt Is A Useless Emotion" sowie die überschminkte Version von "Jetstream" mit Scissor Sister Ana Mantronic am Mikro. Zwei Songs, die man sich hätte sparen können. Aber dafür lassen einen Songs wie "Morning Night And Day" wieder fröhlich stimmen.

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http://www.westzeit.de/rezensionen/

Viele von uns wurden durch New Order musikalisch sozialisiert, in Euphorie versetzt, manchmal auch zur Verzweiflung getrieben. Doch die wunderbaren Momente lassen die wenigen Enttäuschungen retrospektiv verblassen. Es ist wie bei einer durchwachsenen Platte. Der beste Song, dieser einzigartige Moment dreiminütigen Glücks, entschädigt für alles. "Blue Monday", "Shellshock", "Bizarre Love Triangle", "True Faith", "Crystal" oder "Who's Joe" und "Turn" (beide vom neuen Album) sind solche Stücke. Wir erinnern uns, mit "Get Ready" feierte die Band aus Manchester im Sommer 2001 eine triumphale Rückkehr und war musikalisch im neuen Jahrtausend angekommen. Plötzlich holte einen dieses Gefühl ein, das über all die Jahre nie verschwunden war, einfach nur schlummerte. Denn da waren wieder diese charakteristischen Basslinien, die pathosfreien Gesangsmelodien, der Mix aus Rock und Elektronik. Und zwar neu. Keine runtergespielte, knisternde Vinylversion der ewigen Lieblingslieder, mit denen sie uns Indie-Kids seinerzeit das Tanzen beigebracht hatten. Das neue Album vermittelt einem noch mehr den Eindruck, in einer Zeitmaschine zu sitzen, denn es ist tatsächlich eine geradezu beängstigend gute, klassische New Order-Platte. Die Beats sind tanzbar, die Gitarren weniger rockig, die Keyboards prägnant. Und die Entscheidung für "Krafty" als erste Single ist folgerichtig, aber durchaus mutig, weil sie nach '89 klingt, dem Jahr als Acid House von Ibiza nach England schwappte und New Order auf der Balearen-Insel ihr Album "Technique" aufgenommen haben. Das letzte als wegweisende Pop-Band Englands. Das waren sie danach und sind sie heute nicht mehr. Dennoch danke ich ihnen für alle Versprechen, die sie stets gehalten haben.

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