Eine lobende Kritik gab es plattentests.de
Die URL: http://www.plattentests.de/rezi.php?show=2870
Geradezu überschwenglich die Süddeutsche Zeitung!
[...] In den Achtzigern lehrten New Order, wie man Rock und Elektronik und Disco zu einem schicken Fummel zusammenschneidert, und heute ist klar, dass es immer noch keine bessere Jungsband gibt als die hier, wobei es der Musik gut tut, dass diese Jungs daheim so normale Familiensorgen haben wie andere Jungs um die 50 auch, solange sie noch halbwegs dicht sind und nicht den lieben blöden Tag lang auf die eigenen Stiefelspitzen schauen und auf was Großes warten. Man könnte auch sagen: Wenn hier schon wieder eine Band eine Band nachspielt, so ist es großartig, wie es New Order hinkriegen, im Jahr 2005 noch toller zu klingen als New Order 1980.
Dass sie wegen Stur- und Faulheit nie so groß geworden sind wie U 2, darüber wurde von ihrem armen Manager viel geklagt, der aber vergaß, anzufügen, dass New Order wegen ihrer Stilsicherheit auch nie so behämmert wurden, wie U 2 es immer bleiben werden. [...]
[...] So lehrt dieser Diamant von einer Platte, dass gerade in Zeiten, in denen es – wie ja eigentlich immer – total superschlecht läuft, schon elf brillante Kopf-hoch-Songs einen sehr guten Sommer machen. Man muss wissen, woran man glaubt, und wenn man das weiß, weiß man eben auch, wo die Feinde stehen und immer stehen werden. Auf dem Plattencover sehen die, die es immer noch nicht begriffen haben, groß die Initialen der Band. Sie machen eine Ansage, die mal wieder nötig war: No.
Oder, wie es in unserem Lieblingssong heißt: „Hey now what you doing ? / Don’t go down the road to ruin / Look back at where you came from / Count to ten before you go wrong.“
Touched by your presence, gentlemen!